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Dieses Thema hat 51 Antworten
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 Baumaschinen
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Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

28.04.2023 19:14
Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Zusammen,
ob dieses Fahrzeug jemals den Status über den eines Standmodels erreichen wird ist noch unklar.
Ich wollte nur mal grob und auf die schnelle wissen, wie groß dieses Fahrzeug ist.
Daraus ist dann doch schon ein etwas detaillierteres Modell geworden.
Bei dem Modell bestehen die Herausforderungen darin, zum einen die Kippmulde wie bei Original drehbar zu gestalten und zum anderen das Knickgelenk möglichst nah am Original zu realisieren.
Dass das Modell einen Allrad-Antrieb bekommen soll muss nicht explizit erwähnt werden.
Im CAD ist alles immer relativ groß, dem Zoom sei Dank.

Das Original konnte ich mit ein paar Modellbau-Kollegen während eines Besuches der Bauma in München bewundern und unzählige Fotos machen. Aus diesem Grund kann ich hier im Beitrag auch Fotos vom Original veröffentlichen, da ich die Rechte an den Bildern besitze.

IMG_2792_ergebnis.png - Bild entfernt (keine Rechte) IMG_2812_ergebnis.png - Bild entfernt (keine Rechte)
IMG_2817_ergebnis.png - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Reifen sind noch mit das einfachste an zu konstruierenden Teilen.

Das Design mit den Rundungen macht optisch wars her. Allerdings kann man den Raum durch die Rundungen nicht mehr effizient nutzen, das fängt schon beim Akku an und ist ändert sich beim Empfänger nicht.

Für den Umbau zum Funktionsmodell reichen Akku und Empfänger leider nicht aus. Insgesamt müssen vier Funktionen realisiert werden. Da wäre zum einen der Fahrantrieb, die Kippfunktion, das Drehen der Mulde und die Lenkfunktion. Aufgrund des Platzmangels werden die ersten Test mit 4mm Planetengetriebe-Motoren gemacht. Die Kraft dieser Motoren sollte für die Kippfunktion und das Drehen der Mulde ausreichen. Beim Antrieb und der Lenkfunktion bin ich mir da nicht unschlüssig.
Aber wie sagt man so schön „Versuch macht klug“, oder so ähnlich.

IMG_5398_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Reifen hatte ich schon einmal kurz erwähnt. Am liebsten hätte ich ganz weiche Reifen, idealer Weise mit einer Härte von Shore 0. Weiche Reifen erhöhen die Haftung und das Fahrbild wird im allgemeinen schöner, da das Fahrzeug dadurch leicht federt.

Wieder ein kurzer Exkurs:
Ein Problem bzw. Nachteil haben die weichen Reifen allerdings, Sie haben teilweise zu viel Haftung. Vor allem wenn es darum geht, eine Kurve zu fahren. Dieser Dumper erhält bewusst kein Differenzial, damit die Drehbewegung des Motors konstant auf alle Räder weitergeben werden. Das sorgt dafür, dass das kurveninnere und äußere Rad die gleiche Drehgeschwindigkeit haben. Demzufolge bremst das Kurveninnere Rad das äußere Rad ab und der gefahrene Kurvenradius wird größer. Im Sand oder bei weichem Untergrund fällt das nicht so wirklich auf, wenn man dies aber auf einer glatten Oberfläche macht, kann man dieses Verhalten sehr gut beobachten.
Bei meinem Liebherr Radlader (nur Heckantrieb) habe ich aus diesem Grund die Vorderräder Kugelgelagert. Dieser kleine Dumper soll aber permanenten Allradantrieb und möglichst viel Zugkraft erhalten. Also wird das Differenzial, harte Reifen und der Heckantrieb über Bord geworfen um das Maximum herauszuholen. Exkurs beendet.

Ob die Reifen final auch so breit sein werden, kann ich noch nicht sagen. Im Original gibt es den Dumper mit unterschiedlicher Bereifung. Warten wir mal die ersten Probefahrten ab, sofern die geplanten Komponenten im Fahrzeug Platz finden werden.

Die Lenkung wird für den ersten Versuch auch über deinen 4mm Planetengetriebe Motor realisiert.
Diese greift mit einer Schnecke in ein 26er Zahnrad Modul 0,2. Über eine, ich nenne es mal Lenkstange wird die Drehbewegung an den Hinterwagen weiter gegeben. Wie ich diesen Motor ansteuere weiß ich allerdings noch nicht, bzw. besser ausgedrückt ich weiß noch nicht ob ich einen Motorregler oder eine Servoelektronik verwende.

Nächster Exkurs:
Wird der Motor für die Lenkung mit einem Motorregler angesteuert, hat das den Vorteil, dass man das Fahrzeug auch mal in geknickter Stelle parken kann. Nachteil dieser Ansteuerung ist zum einen, das es keinen definierten Nullpunkt gibt und man per Augenmaß schauen muss, ob es passt. Und zum wären Endabschalter für den maximalen Lenkeinschlag optimal damit am Fahrzeug keine Schäden entstehen, wenn doch mal zu lange den Knüppel für die Lenkung betätigt.
Die letzten zwei Punkte, Nullpunkt und Endabschalter spart man sich bei der Verwendung einer Servoelektronik. Diese sorgt dafür, dass die Lenkung sich nur in einem Gewissen Winkel bewegt. Allerdings wird automatisch immer die Neutrallstellung angesteuert sobald man den Knüppel los lässt. Was den Platz angeht, so würde sich bestimmt ein Platz für die Servoelektronik finden, dies kann an einer beliebigen Stelle im Fahrzeug platziert werden. Daran muss lediglich der Motor mit zwei Adern (idealer Weise Lackdraht), Plus, Minus und Servosignal und die drei Adern für den Poti angelötet werden. Das Poti welches den Winkel fürs Lenken erfasst ist wahrscheinlich das größte Problem. Dieses muss so platziert werden, das spielfrei das Einlenken gemessen werden kann. Eine Möglichkeit wäre, das Poti direkt auf das 26er Ritzel zu platziere oder direkt auf dem Drehpunkt zwischen Vorder- und Hinterwagen. Exkurs beendet.

Mal schauen für welche Version ich mich entscheide und was erste Tests ergeben werden.

Als Empfänger kommt ein Deltang RX43d3 zum Einsatz. Dank der integrierten Motorregler kann ich die Fahrfunktion, den Drehantrieb für die Mulde und die Kippfunktion der Mulde direkt vom Empfänger ansteuern.
Wenn ich auf die Servoelektronik verzichte, benötige ich noch einen weiteren Motorregler für die Lenkung.
Bei der Beleuchtung wird es Licht, Arbeitslicht und Rundumleuchten geben. Blinker lass ich wahrscheinlich weg.
Schalter und Ladebuchse haben sogar schon ihren Platz in dem Standmodell gefunden, wenigstens etwas.

Beim Thema Akku bin ich noch unschlüssig, da habe ich keinerlei Idee was da rein passen könnte geschweige denn, wo ich den Akku platzieren werden.

IMG_5399_ergebnis.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Größenvergleich mit einem Liebherr Radlader

DSC07309_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
DSC07336_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Das erste Mal Modell stehen auf der Intermodellbau 2023

DSC07339_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ich glaube es waren zwei Schaufeln und schon war der kleine beladen.
Große Baustellen wird man damit nicht abdecken können.
Aber ich denke, man wird eine Menge Spaß haben

So, das war es erst einmal fürs erste.

Grüße Oliver

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 DSC07348_ergebnis.jpg 

Selbstfeiermeister Offline




Beiträge: 1.814

29.04.2023 17:37
#2 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Oliver!
Schön, dass es mal wieder einen Baubericht von dir gibt. Die Drehfunktion der Mulde macht das Modell recht interessant. Für die Knickfunktion würde ich definitiv zum Servo tendieren. Es lässt sich doch sicher eine "sticky"-Funktion (hold) auf den Sender programmieren, damit man das Servo wie einen normalen Motor bewegen kann. Hast du mal versucht, die Reifen hohl abzuformen? Bei der Größe ist das doch sicher möglich. Dann würde eine härtere Mischung vielleicht funktionieren. Ich wünsche dir jedenfalls sehr, dass du das Gefährt nach deinen Vorstellungen umgesetzt bekommst! Wäre echt zu schade, wenn das nichts wird. Bin schon gespannt auf mehr

Gruß
Sebastian

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Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

30.04.2023 12:37
#3 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Sebastian,

simmt da war mal was, darüber gibt es hier auch einen Beitrag, ich erinnere mich.
Das mit der HOLD funktion werde ich mal testen, das lässt sich garantiert auch mit einem Schalter belegen, damit man zwischen "normaler" Servolenkung und "manueller" Lenkung hin und her wechseln kann.
Zum Glück habe ich Radlader an dem man das vorher mal testen kann, kleines Manko, der entsprechende Sender läuft auf EDGE-TX.
Aber da gibt es ein sehr umfangreiches deutsches Handbuch mit mehr als 700 Seite, da wird sich schon was dazu finden lassen. Ich werde berichten.

An die holen Reifen hatte ich auch schon gedacht.
Ich werde meinen Reifenproduzenten des Vertrauens mal einen Satz zum abgießen zukommen lassen. Erst einmal Shore 0 und Shore 13, damit werden dann ein paar Fahrtests gemacht.

Für das Fahrzeug gibt es verschiedene Aufbauten, angefangen bei einer Pritsche, Betonmischer, normale Mulde, drehbare Mulde bis hin zu Sattelplatte.
Wenn das Fahrzeug einmal fährt, wäre das die ideale Basis für weitere Varianten.

Grüße Oliver

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Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

09.05.2023 20:59
#4 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Zusammen,

Weiter geht es mir dem Antrieb.

Wieder ein kleines Exkurs:
Wenn es um das Getriebe und die Auswahl des Motors geht, sollte man sich die Frage stellen „Was möchte ich mit dem Fahrzeug anstellen?“.
Möchte ich auf dem Küchentisch ein paar Runden drehen oder dann doch auf der heimischen Modellbahnanlage dem Straßenverlauf folgen und auf einen Waldweg entlang dem Sonnenuntergang entgegen.
Auf Messen und Ausstellungen erleben wir es sehr häufig, das die Leute ihr Fahrzeug, egal ob LKW, Bus oder PKW zum ersten Mal nicht auf einem Küchentisch oder Fußboden bewegen.
Verblüfft stellen sie fest, das ihr Modell viel zu schnell ist für eine 10 cm breite Straße. Für den Küchentisch oder den Fußboden kann es nicht schnell genug sein aber wenn dann eine begrenzte Fläche an Platz zur Verfügung steht, wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ganz schnell reduziert/begrenzt. Das sind Erfahrungen die viele von uns garantiert schon gemacht haben.
Dazu kommt noch, das wenn die Kamera läuft, ich die Fahrer bitte, doch eher etwas langsamer als schneller zu fahren. Das ergibt in den Youtube Videos ein angenehmeres und harmonischeres Bild.

Bei den meisten meiner Modelle greife ich entweder auf Standard-Getriebe oder Standard-Komponenten zurück. Über den Sender kann man die Geschwindigkeit in der Regel so anpassen, das diese stimmig ist. Dadurch verliert der Motor zwar etwas an Leistung, da dieser gedrosselt wird. Allerdings sind die Modelle in der Regel eh übermotorisiert (nennt man das so?).

Der kleiner Dumper hat im Original einen knapp 150 PS starken Motor. Damit gewinnt man keine Rennen aber dieser reicht aus um das Fahrzeug mit einem maximalen Gesamtgewicht von bis zu 18t über Stock und Stein und durch unwegsames Geländer zu bewegen. Der Dumper ist mit einer Gewichtigkeit von maximal 40 km/h angegeben.
Bei der Auswahl der Geschwindigkeit habe ich mich an meinem Liebherr Radlader orientiert. Der hat eine angenehme Geschwindigkeit was das Rangieren und feinfühlige Fahren angeht, man kann aber auch bequem mal von einem Ende der Modulanlage zum anderen fahren ohne dabei einzuschlafen.

Zurück zum Getriebe. Ideal wäre also der Antrieb das Radladers. Der ist für den kleinen Dumper etwas zu groß oder anders ausgedrückt, ich möchte den Antrieb so klein und kompakt wie nur möglich. Ja, es geht natürlich immer noch kleiner aber meiner Meinung nach sollten Nutzen/Aufwand und die Kosten in einem gewissen Rahmen bleiben.
Auf Steppermotoren verzichte ich auch bewusst. Das wäre bestimmt eine mögliche Alternative aber nicht für dieses Fahrzeug.
Im Radlader kommt ein 1/25er Planetengetriebe mit 6mm Motor und eine Zahnrad/Schneckenkombination 1/19 zum Einsatz.

Mein Ansatz wäre ein 1/125 Planetengetriebe mit 4mm Motor und keiner Zahnrad/Schneckenkombination. Dafür eine Stirnrad-Stufe und an den Achsen Kegelzahnräder.
Die Kegelzahnräder haben den Vorteil, das die Antriebseinheit flacher im Fahrzeug verbaut werden kann da die Achse auf der die Räder sitzen auf der gleichen Ebene sind wie die Antriebsachse. Dass das Fahrzeug einen Allradantrieb bekommen wird hatte ich bestimmt schon erwähnt.
Mit einem Drehzahlmesser habe ich die Drehzahl am Rad meines Radladers gemessen und auf einen 1/125er 4mm Motor einfach mal ein Rad gesteckt und dort ebenfalls die Drehzahl gemessen.
Der Radlader kommt auf 115 U/min der 1/125 Motor auf 170. Beides allerdings im Leerlauf ohne jegliche Last bis auf die Zahnräder.
Was an dieser Stelle noch erwähnt werden sollte ist der unterschiedliche Radumfang. Der Radlader hat einen wesentlich größeren Reifen als der Dumper.

Nach ein paar weiteren Stunden im CAD kam das aus dem Drucker.
Die Zahnräder, ... natürlich nicht. Obwohl ich sowas auch schon gedruckt habe.
Ob diese Zahnräder allerdings einen Dauereinsatz auf einer Messe übersehen würden, hmmm.
IMG_5863.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Grüße
Oliver

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Thomas M Offline




Beiträge: 531

09.05.2023 21:32
#5 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Oliver,

wann änderst du endlich deinen Nick in „ der Praktiker“ ?
Ein klasse was du zeigst und wie du’s erklärst!
Danke für die Teilhabe.

Gruß aus dem Taunus

Thomas


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Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

14.05.2023 20:24
#6 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Zusammen,

heute gibt es mal ein paar mehr Bilder.
Mein Reifenproduzent des Vertrauens hat sogar am Sonntag geliefert.
Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal :-)

Aktuell sind es Silikonreifen mit einer Härte von Shore 13.

Getriebe vorne und hinten
IMG_5910_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

IMG_5912_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

IMG_5913_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Erster Prototyp der kompletten Achsen
IMG_5919_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

IMG_5921_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

IMG_5922_ergebnis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Nun geht es daran, das Chassi so zu optimieren, das ich die beiden Achsen befestigen und mal eine ersten Probefahrt machen kann.

Zur Geschwindikeit und zur Kraft der Motor/Getriebekombination will ich nich keine Aussage treffen.
Da muss ich erst noch ein bisschen was testen ...

Grüße Oliver

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Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

16.05.2023 20:16
#7 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo zusammen,

die ersten Zentimeter sind zurückgelegt, wenn auch nur geradeaus. Dafür ging es aber steil bergauf.
Bei der Auswahl des Motors und der Übersetzung hatte ich mich an meinem Radlader orientiert.
Ich muss sagen, da lag ich gar nicht so verkehrt. Die Geschwindigkeit und vor allem das Fahrbild bei langsamer Fahrt gefällt mir sehr gut, kein Ruckeln oder Zucken. Bergauf wie bergab macht der kleine schon einmal eine gute Figur.



Der Strombedarf liegt bei ca. 60mAh wenn ich den Knüppel der Fernbedienung voll durchdrücke (Labornetzteil steht auf 4 Volt).
Vom Gefühl her hat dieser Antrieb auch genug Kraft. Allerdings muss ich das noch weiter verifizieren und testen.

Im nächsten Schritt werden die Vorderachse samt Motor und die Hinterachse in das bestehende CAD-Modell integriert bzw. das Modell so angepasst das die Komponenten entsprechenden Platz finden. Währenddessen wird schon mit einem Auge auf die Kraftübertragung geschaut.
Diese soll, wie beim Original mittels einer Kardanwelle übertragen werden. Dafür wird auch ein wenig Platz benötig und wartungsfreundlich soll diese auch sein. Denn wenn doch mal was in die Brüche geht, möchte ich nicht erst das halbe Fahrzeug zerlegen müssen.

Grüße Oliver

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Theoretiker Offline




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04.06.2023 18:00
#8 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Sebastian,

Zitat von Selbstfeiermeister im Beitrag #2
Hallo Oliver!
...
Es lässt sich doch sicher eine "sticky"-Funktion (hold) auf den Sender programmieren, damit man das Servo wie einen normalen Motor bewegen kann.
...



Ich habe heute mal die Anleitung für die Deviation Software durchstöbert.
Diese sagt folgendes
"9.8.10. Gas halten [Throttle Hold]
Die Gas halten Seite wird verwendet um die Gas halten Funktion ein/auszuschalten. Der Wert für Halteposition [Hold position] legt den Gaswert fest, wenn der Schalter gesetzt ist. Halteposition kann von -200 bis 200 eingestellt werden."

Wenn ich das richtig verstehe müsste ich einlengen und dann über einen Tastendruck die aktuelle Position "fixieren".
Das ist allerdings nicht das was ich möchte.
Wenn, dann sollte diese Position gehalten werden, sobald der Knüppel wieder in der neutralen position ist.
Ähnlich wie bei einem "normalen" Fahrtenregler.

Grüße Oliver

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flaxschneider Offline




Beiträge: 48

04.06.2023 22:30
#9 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Moin Olli,

Habe keine Devo, aber vielleicht hilft das: Über openTX konnte ich auf meiner Taranis eine Hydraulikfunktion am Servo simulieren. Ich kann mit einem Stick die Servoposition bestimmen. Geht der Stick auf 0, bleibt das Servo stehen. Der Ausschlag vom Stick bestimmt die Bewegungsgeschwindigkeit. Das ging über 3 Logikschalter. Diese 3 sind die Quellen für den Servokanal. Vielleich kann die Devo auch mit Logikschaltern umgehen. Dann wäre das vielleicht ne Option.

Gruß
Flo

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PS: Rechtschreibfehler dienen nur zur Belustigung anderer User :D


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Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

04.06.2023 22:53
#10 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Flo,

danke für die Info.
Du meinst die HOLD Function. Sowas in der Art, nur das ich diese gerne ohne das betätigen eines Schalters realisieren möchte. Das Servo soll wie ein Motor angetrieben werden nur eben, das es noch die Endpunkte gibt, die ja über das Poti abgefragt werden. Die Mittelposition entfällt bei dieser Art von Ansteuerung.
Ich habe vorhin noch etwas recherchiert aber bin noch nicht weiter gekommen.

Grüße Oliver

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Thomas M Offline




Beiträge: 531

05.06.2023 07:25
#11 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Moin Oliver,

warum entfernst du nicht die Platine aus dem Servo? Dann kannst du ihn wie einen Motor ansteuern, aber er geht nur bis zu den Anschlägen des Podi. Oder habe ich was falsch verstanden? Habe ich bei meinem Wipp-Lenker so gemacht um die Schaufel zu öffnen.

Gruß aus dem Taunus

Thomas


Theoretiker Offline




Beiträge: 2.355

05.06.2023 19:30
#12 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Thomas,

du meinst den Endanschlag des Potis als meachanischen Anschlag zu verwenden?
Das ist keine Option, da könnte ich auch einen mechanischen Anschlag am Rahmen machen.

Ich durchstöbere mal noch ein bisschen das Internet, lese Dokumentation und schaue Youtube Videos.

Grüße Oliver

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Thomas M Offline




Beiträge: 531

06.06.2023 06:50
#13 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Moin Oliver,

ja, genau so meinte ich es.
Aber wie ich dich kenne findest du (wie immer) einen Weg.

Gruß aus dem Taunus

Thomas


xenton Offline




Beiträge: 805

07.06.2023 10:05
#14 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Moin Oli,
mir fällt da noch eine mechanische Lösung ein. Du kannst den Antrieb für die Lenkung "endlos" machen. Also komplett ohne Anschläge. Wenn der maximale Weg erreicht ist lenkt er einfach zurück. Halt wie ein Kolben bei einer Dampfmaschine.
So habe ich bei meinem Tip-Dumper die Kippfunktion realisiert: Klick

Gruß
Martin

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http://www.mikro-rc.de -


Wolfgang 55 Offline



Beiträge: 157

08.06.2023 11:43
#15 RE: Hydrema 912 - Entwicklungs- / Baubericht Antworten

Hallo Oliver,
wie wäre es wenn Du an Deinem Sender den entsprechenden Kanal
auf ein normales Poti legst.
Die gibt es auch mit Mittenrastung.
Ähnlich einem Servotester, da bleibt das Servo auch in jeder Stellung stehen.

Gruß
Wolfgang


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