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Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
#3 RE: Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
gute Frage. Ich kenne 3 Methoden, alle mit Vor- und Nachteilen:
1. Einen Schlitz in ein dünnes Plättchen Stahl (z.B. eine dünne Klinge) sägen (Trennscheibe!), so dass dieses zwischen Motor und Unwucht eingeschoben werden kann. Das Plättchen dann irgendwie lagern (z.B. zwischen Schraubstockbacken), so dass es als Widerlager wirkt, wenn man dann einen alten Bohrer mit einem Durchmesser 1/10mm unter Motorschaftdurchmesser auf den Motorschaft setzt und kurz mit einem Hammer auf den Bohrer schlägt. Klappt oft gut (aber nicht immer), aber trotzdem habe ich durch die Beschleunigung schon Motoren damit in den Motorhimmel befördert. Eine Abdrückvorrichtung wäre besser!
2. Trennscheibe o.ä. Problem: Den ferromagnetischen Staub nicht in den Motor kommen zu lassen...
3. Die Unwucht quetschen, bis sie sich öffnet.
Ideal ist keine dieser Techniken. Ich habe gerade ein paar schöne 4mm Motoren, deren Unwucht ich einfach nicht ab kriege!
Viel Erfolg,
Fred
#4 RE: Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
Ich habe heute mal versucht, die Unwucht abzufräsen, bis zu der Wellenoberfläche. Das war aber nicht so dolle.
Dann kam mir die Idee mit eine Art Vorrichtung wie sie Fred praktisch im 1) Versuch erklärt hat.
Dazu habe ich in ein Stück 2mm Aluminiumblech eine längliche Ausfräsung gemacht und anschl. um diese Ausfräsung noch einmal ca. 0,5mm Materialstärke abgenommen.
Leider verbiegt sich die Welle beim ersten Schlag, da die Unwucht auf der Welle eine Art Punkpressung mittig hat
.
Ich glaube ich gehe wieder zu der alten Methode über, mit der Diamanttrennscheibe die Unwucht vorsichtig bis zur Welle auftrennen und dann vorsichtig die Unwucht im Schraubstock knacken!
Danke für Eure Tips & Tricks, vielleicht hat der eine oder andere noch eine Lösung 
Gruß
Carsten
Hallo Carsten
Ich habe bis jetzt zwei Motoren von der Unwucht befreit. Ich benutze dazu Diamantschleifer von Proxxon.
Mit dem feinen Kugelkopf wird die Pressung aufgeschliffen und mit einem Walzenschleifer wird die Unwucht bis zur Welle abgeschliffen.Danach wieder mit dem feinem Kugelkopf entlang der Welle auf der Unwucht schleifen.Sie fällt dann fast von selbst heraus.Geringe Schleifschäden an der Motorwelle sind vernachlässigbar. Ist leider eine Fummelarbeit, dafür hat man aber einen billigen Motor.
Gruß
Kaleun
#8 RE: Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
Hallo!
Ich hoffe es ist mir keiner böse, wenn ich diesen zugegebendermaßen schon recht alten Tread wieder hochhole.
Ich bin noch ganz neu hier und bin eigentlich mehr in der Robotik zuhause, hatte aber vor nicht alzu langer Zeit genau das gleiche Problem mit den 10ct Motoren von Pollin, die es zur Zeit leider nicht mehr gibt.
Es gibt aber eine sehr einfache, schnelle und v.a. zerstörungsfreie Lösung für das Problem, für die man eine Säulenbohrmaschine benötigt.
Man spannt dazu den Motor nur an der Unwucht ganz unten in den Maschinenschraubstock, so dass der eigentliche Motor unterhalb der Schraubstockbacken frei hängt. Ich hoffe man kann sich das halbwegs vorstellen!
Dann spannt man eine Nähnadel oder etwas ähnlich dünnes aber stabiles ins Bohrfutter und drückt mit der eingespannten Nadel senkrecht von oben auf die Achse des eingespannten Motors - natürlich ohne die Maschine einzuschalten.
Aufgrund der starken Untersetzung die zum Bewegen der Pinole in der Maschine verbaut ist, kann man so mit sehr wenig Kraft die Achse absolut gleichmäßig aus der Unwucht drücken, ohne die Achse zu verbiegen, oder zu verkratzen.
Ich hoffe ich konnte mit dem Tip, den ich selbst mal irgendwo gelesen habe, dem ein oder anderen helfen.
Sollten Unklarheiten bestehen, kann ich gerne noch ein Foto nachreichen.
Schöne Grüße
Felix
P.S.: Es gibt wohl auch Maschinenschraubstöcke, bei denen man den Motor nicht so einspannen kann, aber das sind m.W. nur die größeren Modelle, die man im Modellbau sowieso nicht benötigt.
Hallo Felix,
ein wirklich einleuchtender und guter Tipp. danke. Ich habe die Gewichte immer im Schraubstock zerquetscht, aber das ist nicht immer zerstörungsfrei. Deine Lösung hört sich da um einiges materialschonender an.
Viele Grüße
--- Lars ---
PS: Robotik hört sich sehr interessant an. Ich selbst habe auch mal einen kleinen Roboter gebaut (das Chassis war der 'Cybot' aus einer Zeitung). Was für Roboter hast Du denn bis jetzt gebaut.... mich interessiert zur Zeit die BEAM technologie sehr (nervous nets usw.)
#11 RE: Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
Hallo Lars,
schön, dass ich dir helfen konnte! 
OT: Selbst gebaut habe ich leider noch keinen Roboter. Ich habe mir vor 3 Jahren mal als Einstieg den ASURO gekauft. Mir hat das alles sehr gefallen, sodass ich mir ein Jahr später den RP6 gekauft habe. Ich bin zur Zeit dabei mir für den einen kleinen Greifer zu bauen und bin ebenfalls dabei einen eigenen Roboter im Kubik-Inch-Format zu bauen. Dadurch und letztendlich über Gregor bin ich hier gelandet. Wenn dich das interessiert, kannst du ja mal im Roboternetz vorbeischauen, da bin ich auch aktiv.
Ich baue aber auch Modelle, allerdings sind das in meinem Fall bisher nur 2 im Vergleich mit euren Modellen riiiieeesige Segler (1,60m Spannweite).
Schöne Grüße
Felix
#12 RE: Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
Hallo Gregor!
Normale Abzieher kenne ich zwar bereits, aber dass es die in so einer extrem kleinen Baugröße gibt, wusste ich nicht.
EDIT: Ich habe mir die Teile gerade agesehen, aber ich denke dass die Druckspitzen von diesen kleinen Abziehern immer noch deutlich zu groß sind. Die Achsen an meinen Motoren haben nämlich nur 0,50mm Durchmesser. Danke trotzdem für den Tipp.
Schöne Grüße
Felix
Hi Felix,
im RN bin ich seit 2005 registriert, allerdings muss ich gestehen, dass ich in den letzten Jahren nicht sehr oft in dem Forum war. Wie ist dort Dein Nick? Ich habe meinen Account (tanis) soeben wieder reaktiviert...
Viele Grüße und sorry für das OT
--- Lars ---
#14 RE: Pagermotoren und das entfernen der Unwucht...
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Wie entfernt Ihr die Unwucht am besten von der Motorwelle,so das diese nicht krumm wird

