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Modellbauetat
Hi Leute,
hab gestern mal so überschlägig gerechnet, was ich im letzten Jahr für den Mikromodellbau ausgegeben hab. Dabei bin ich fast auf den Hintern gefallen!!! 
Ich bin da ganz locker im vierstelligen Bereich (ca. 2000 Teuronen) gelandet. Wenn ich das auf 30 Jahre Modellbau hochrechne, wird mir schwindelig


Was gebt Ihr denn so im Schnitt für das Hobby aus

Gruß
Bernd
Hallo Bernd,
ein interessantes Thema! Vor allem weil ich mich manchmal frage, wie manche Leute hier das alles machen! Da werden Modelle wie am Fließband gebaut, aber die Komponenten kriegt man ja auch nicht geschenkt, selbst wenn man vieles selber macht. Ist das dann das einzige Hobby wo die ganze Kohle rein fliesst? Und woher nehmen die Leute so viel Zeit???
Jedenfalls schön, so ein ehrliches Statement zu hören. Mein Etat war erheblich geringer, so ca. 400 EUR. Aber da gibt es außer Familie eben auch noch andere Hobbys und Verpflichtungen ...
Gruß,
Jochen
Hallo Kollegen,
als ich vor vier Jahren damit anfing, war der Betrag wohl etwas höher. Da kauft man die nötige Grundausstattung wie Motoren, LED's, Modelle, Maschinen etc. und dann kontinuierlich weiter. Den Betrag übers Jahr hab ich noch gar nicht ermittelt, wills auch ehrlich gesagt nicht wissen
. Dieses Jahr hab ich schon 650,00 EURO allein in Sinsheim gelassen.
Viele Grüße
Klaus
#5 RE: Modellbauetat
Ich muss allerdings sagen, dass in den letzten beiden Monaten sich die Ausgaben deutlich redutiert haben. Nicht weil ich weniger baue, sondern weil sich doch eine gewisse Routine ausgebildet hat und die Fehlerquote deutlich gesunken ist.
Allerdings sollte dies für alle Anfänger auch der Hinweis sein, dass man mit 70 Euro kein Feuerwehrauto hinbekommt, welches RC-gesteuert ist und alle möglichen Lichtfunktionen hat.
Wir sprechen hierbei allerdings auch nur von den reinen Materialkosten. Die Zeit und (elektrische) Energie die notwendig ist, wird davon ja noch gar nicht tangiert. Von daher sind solche Modelle eigentlich unbezahlbar. Zumindest ideell.
In diesem Sinne, macht alle weiter so und viel Spaß dabei
Micha
Moin zusammen,
vielen Dank für die Statements.
Ich muß da meine Angabe mal ein bißen erläutern. Ich betreibe ja nicht nur Mikromodellbau, sondern bastele auch noch an 1:16ern und X-Mods rum. Viel Asche geht für die Module der Mikros drauf, da wir da ja auch noch FCS integriert haben. Alleine, wenn man sich mal so richtig mit Gebäuden ausleben will, wird man arm. Hab mal ne Planung für ein Stadtmodul gemacht mit den Faller Altstadthäusern. Da kostet das Stück zwischen 35 und 40 Euro. Damit es auch nach was aussieht, muss man schon einige Häuser aufstellen!
Die Argumentation, dass man am Anfang immer ein bißchen mehr ausgeben muß stimmt schon. Ohne eine Grundausstattung geht halt nix. Ich bin aber inzwischen soweit, dass ich gleich am Anfang mehr Geld für bessere Werkzeuge und Ausstattung ausgebe. Das rechnet sich auf die Dauer. Bestes Beispiel war mein Ladegerät von ELV. War ein Schnapp bei einem Werkzeugversender. Hat aber nicht wirklich was getaugt. Also Ersatz beschafft. Mit meiner Drehmaschine von Rotwerk gehts wahrscheinlich genauso. Leider kriegt man den alten Kram dann nicht mehr ordentlich verkauft. Bei e-Bucht gibts entweder Leute, die jeden Preis zahlen und dann meckeren, dass es keine Neuware ist (aber den Hinweis auf den Zustand nicht gelesen haben) oder die den Kram geschenkt haben wollen, aber auch nur, wenn man ihn noch vorbei bringt!
Mit den Kleinteilen hab ich auch einen Fundus (alleine schon wegen der Versandkosten). Aber wenn ich sehe, was Schnecken und Zahnräder oder Mikrokugellager kosten....!! Und dann hat man meistens nicht das in der Krabbelkiste, was man gerade braucht 
Mich hat halt nur mal interessiert, ob's noch mehr "Verrückte" 
die für "Spielzeugautos"
soviel Geld hinblättern.
Obwohl.... , eigentlich ist die Frage überflüssig, siehe Modellbaumessen in Sinsheim, Friedrichshafen, Bremen usw.! Meine Freundin amüsiert sich jedesmal wieder bei einem Messebesuch, wieviele glückliche Männer dort rum laufen
(Ja ja, endlich mal ohne Muttern shoppen gehen!)
Gruß
Bernd
#8 RE: Modellbauetat
Hallo Bernd
Du bist mit sicherheit nicht der einzigste verückte hier 




Wieviel gelt ich übers jahr in mein Hobby stecke zähle ich nie.
Ich kann aber sagen das es auch andre Hobbys gibt die sehr Geld und Zeitaufwendig sind.
Meine Besser hälfte z.b hat mit ihrer Schwester zusammen ein Pferd.
Da sind dann Locker im Monat mal 200 Euro nur für die Stall miete fällig 

das erschreckt mich jetzt aber, wieviel Geld ihr so ausgebt...

Ich hab in der ganzen Modellbaukiste ziemlich klein angefangen, das
übliche Schülerbudget halt, max. vielleicht 50 DM pro Monat.
Meine erste Investition, abgesehen von dem RC Kram war ne vernünftige
Lötstation, damit bin ich ziemlich lange gut ausgekommen, irgenwann
ist noch ne Minibohrmaschine dazu gekommen, Luxus und Erleichterung,
aber zur Not gehts auch ohne.
Wie teuer das ist, ist ne Strategie Frage, mit wenig Werkzeug und
günstigem Material kann man trotzdem super Modelle bauen, im Netz
gibts dazu genug Beispiele. Klar zwingt einen das, den Kopf zu benutzen,
aber dabei kommt meist mehr heraus, wie sein Modell solange mit Material
zu bewerfen, bis es funktioniert.
Ich wage die These, dass man mit 1000€ Budget seine Werkstatt so aufpeppeln
kann, dass man technisch jedes existierende Modell toppen kann:
Elektronik ist ein wichtiges Element unserer Modelle, wenn man sich in die
Lage versetzt, die selbst zu bauen, spart man endlos Kohle. Ausserdem ist man
nicht mehr den begrenzten Ideen der Modellbauindustrie unterworfen
(und dem, was man verkaufen kann, ohne Probleme mit den Fähigkeiten der Nutzer zu bekommen)
Software, Tutorials, Datenblätter, das alles gibts frei im INet, 3€ Bauteile dazu
und fertig ist der Programmieradapter. Sicher muss man dann noch wissen, wie man das
macht, aber mit etwas Zeit und Geduld geht das schon...
Ich hab mir das als Schüler beigebracht, eigentlich wollten mich verschiede
Klassenkameraden unterstützen, aber als die den Assembler gesehen haben, war das vorbei....

Also hab ich mich selbst dran gemacht, noch ohne INet, und siehe da, geht doch.
Ergebnis der Aktion: Regler für 2€, wie ich ihn will !
(PC sollte man haben, aber da tut es auch ne alte 486er Mühle)
Auch mit der Mechanik ist es nicht anders, auch ohne Ätzanlage, Drehbank und Fräse
hab ich selbst Mikroservos gebaut, nichtmal genau messen war mir möglich, alles frei Hand gebohrt
und gefeilt aus Abfällen und Ersatzteilen, billigen Messerestposten...
Selbst wenn man sich den Stress nicht machen will: Eine Ätzanlage ist schnell aufgebaut,
ein paar Bier zum Glaser tragen und der schneidet einem aus Resten die Scheiben, Aquariumpumpe,
Ersatzheizung und Ätzmaterial liegen zusammen unter 100€. Jahrelang hab ich mit Kloreigiger entwickelt,
geht super, 500g kosten keine 2€, Belichtung mit der Schreibtischlampe und ner Glasplatte,
mit UV LEDs gehts angeblich besser, aber die gab es noch nicht...
Drehbank ist dann schon Luxus, wichtiger wie ne Fräse auf jeden Fall und für den U-Bootbauer
der Eintritt in eine neue Welt. Für 500€ ist man dabei, zumindest, wenn man auf Mikro steht.
Sonst braucht man nicht mehr viel, vielleicht 150€ für Bohrer, Kegelreibahlen, Pinzetten, Zangen usw...
Bleiben also noch min. 200€ für Material wie elektronische Bauteile, Kabel und die Mechanik.
Bei nem Elektronikladen kann man das alles günstig kaufen und sich auf Lager legen:
SMD Schalter 1€, Kabel zum EK der Modellbauhändler, Prozessoren für unter 1€ und Endstufen
je Regler für unter 1€, LED zum Cent Preis.
Schwieriger wird es mit dem Spezialkram, Lipos, Motoren usw.
bei Mikroantriebe gibts Zahnräder und vorallem Lipos günstig: http://stores.ebay.de/Mikroantriebe-Direkt
Motoren, wenn man sich die auf Lager legen will: http://www.didel.com/Frames.html?MainFrame=News.html
Mikroservos und Co. gibts beim Hong-Kong Chinesen für 2,50€ pro Stück
Wenn man sich zusammen tut, dann wirds richtig günstig, auch wegen der Versandkosten und ev.
problematischer (für Schüler) Kreditkartenzahlung...
Es geht also ohne Abstriche bei der Technik auch günstig...

Sicher kann man sich auch alles kaufen, von dem man glaubt, das es einem weiterhilft,
weil andere damit tolle Dinge zaubern, aber sich ne Ätzanlage und ne CNC Fräse kaufen,
die dann in einem Eck verstauben, weil man nicht mehr wie den Netzstecker bedienen kann,
das bringt keinen weiter....
Mittlerweile verdiene ich meine eigenen Brötchen, gebe aber direkt für Modellbau deshalb
auch nicht mehr aus, je nach dem, wie man die Grenze zieht.
Kaufe viele technische Bücher über Dies und Das, z.b. Nitinol, aber auch weil es micht beruflich
und privat interessiert. In Sinsheim hab ich für Modlelbau keine 100€ ausgegeben, der Rest ging
für modellbaufremde Messzeuge und Material drauf...
Hoffe, den Einsteigern, vorallem den jüngeren, einen alternativen Weg aufgezeigt zu haben,
der mag zwar schwerer sein, wie seine Scheine über Modell zu schütten, aber bringt mehr
Spaß, mehr Verständnis und mehr Möglichkeiten.
bis dann
georg
Hallo Georg,
natürlich kann man durch Eigenleistung viel Geld sparen, aber es ist halt nicht jedermanns Sache,
die Software für einen Fahrtregler zu Schreiben, den Programmieradapter zu bauen
um den kleinen Chip zu brennen und die dazugehörige Platine zu Ätzen, um dann festzustellen,
daß ein gekaufter vielleicht ein besseres Regelverhalten hätte.
Ich als gelernter Werkzeugmacher komme über die Programmierung von Schaltmodulen nicht hinaus.
Ich glaube, wenn man seine Fähigkeiten richtig einsetzt und vertieft,
kann der eine bei der Mechanik unglaublich sparen weil er keine teuren angetriebenen Vorderachsen im INet kaufen muß,
und der andere seine Multifunktionscontroller programmieren und EWMS erfinden.
Das wichtigste für unser Hobby, wichtiger als einen haufen Geld zu vernichten,
ist ein Forum wie dieses mit vielen Gleichgesinnten. Wenn man die Beiträge aufmerksam liest,
kann man sich etliche Anfängerfehler sparen, die eine oder andere Komponente tauschen, verkaufen
oder verschenken und somit wiederum sein Budget schonen.
Wenn ich sehe, welche tollen Dinge hier veröffentlicht werden, die man (noch) nicht kaufen kann....
In diesem Sinne
Klaus
#11 RE: Modellbauetat
Hallo
Ich habe meine Ersten Modelle darunter auch den 1 Radlader auch mit einer Mini ausstatung am Schreibtisch zusammengebaut.
Lötkolben, Drehmel, Feilen und etwas Kleinteile mehr hatte ich dazu nicht gebraucht.
Zum Planen meiner Modelle habe ich damals einen Bleistift und mm Papier verwendet.
#12 RE: Modellbauetat
Hallo
Heute gingen mal wieder 150€ an Mikromodelle schon meine 3 Bestellung seite einen 3/4 Jahr.
Gruß Michael
#13 RE: Modellbauetat
#14 RE: Modellbauetat
Also ich denke ,dass man auch mit nem Schülerbudget von 50€ im Monat (so wie ich
) ganz schöne Modelle bauen kann. Erst recht weil es ja Internet gibt. Bevor ich in den Laden gehe und mir nen Regler kaufe ,kann ich mich ja erst mal schlau machen welche Alternativen es gibt ,auch in Foren wie diesen Fragen und dann kann man sicher biliger wegkommen ,wenn man sich geduldet sich etwas einließt und sich dann den Regler selber baut. (OK ,vorausgesetzt man hat etwas Hirn) Ich denke Geld ist in unserem Hobby nicht der entscheidende Punkt ,eher der Einsatz des Modellbbauer und was der mit dem Geld macht. Wenn man bevor man etwas kauft etwas nachdenkt kann man stat 50€ auch mal mit 10 davonkommen. Ich denke man kann sowohl mit 1000€ als auch mit 100€ gleichwertige Modelle bauen. Mit Geduld,etwas Hirn,etwas Begabung und nem netten Forum ,wo einem geholfen wird 
#15 RE: Modellbauetat
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